Schutzimpfung durch Zahnärzte

Schutzimpfung durch Zahnärzte

Schnellsuche

Startseite > Mitglieder > Coronavirus > Schutzimpfung durch Zahnärzte

Schnellsuche

    Corona-Schutzimpfungen durch Zahnärztinnen und Zahnärzte

    Am 10. Dezember 2021 haben der Bundestag und der Bundesrat Änderungen im Infektionsschutzgesetz beschlossen. Zahnärztinnen und Zahnärzte sind somit grundsätzlich berechtigt, Corona-Schutzimpfungen bei Personen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, durchzuführen. Doch bevor sie die erste Impfdosis verabreichen können, sind organisatorische, technische und juristische Details zu klären.

    Voraussetzungen für Corona-Impfungen in Zahnarztpraxen

    Teilnahme an ärztlicher Schulung
    Zahnärzte müssen ärztlich geschult sein. Die erfolgreiche Teilnahme an der Schulung muss schriftlich bestätigt werden. Die ärztliche Schulung muss umfassen:

    1. Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, insbesondere zur

    • Aufklärung,
    • Erhebung der Anamnese einschließlich der Impfanamnese und der Feststellung der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien,
    • weiteren Impfberatung und
    • Einholung der Einwilligung der zu impfenden Person.

    2. Vermittlung von Kenntnissen zu Kontraindikationen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu deren Beachtung und

    3. Vermittlung von Kenntnissen zu Notfallmaßnahmen bei eventuellen akuten Impfreaktionen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

    Die ärztlichen Schulungen sind so zu gestalten, dass diese die bereits erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, über die jeder Berufsangehörige, der an der jeweiligen ärztlichen Schutzimpfung teilnimmt, verfügt, berücksichtigen und auf diesen aufbauen.

    Musterschulungskonzept der BZÄK // Schulungsangebote
     

    Gemäß § 20b Abs. 3 Infektionsschutzgesetz hat die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer ein Mustercurriculum für die ärztliche Schulung von Zahnärztinnen und Zahnärzten entwickelt. Grundsätzlich sind hierbei zwei Module zu unterscheiden:
     

    • Theoretische Schulung (4 Unterrichtsstunden): Hierzu gibt es das Online-Angebot der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen. Hierfür registrieren Sie sich bei deren kostenlosen E-Learning-Plattform www.impfencovid19.de. Eine Anleitung zur Registrierung finden Sie hier.
    • Hospitation (2 Unterrichtsstunden): Hierfür hospitiert der Zahnarzt bzw. die Zahnärztin bei einer Impfstelle (Impfzentrum, impfende Ärztin/Arzt, impfender Kieferchirurg/Kieferchirurgin) oder Sie absolvieren eine Schulung bei der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz. Möchten Sie das Angebot der LZK wahnrnehmen, melden Sie sich bitte unter impfen (at) lzk.de an. Die LZK plant individuelle Schulungen in Kleingruppen mit ihrer Betriebsärztin. Sie erhalten einen Terminvorschlag. Bitte beachten Sie, dass es momentan keinen festen Terminplan für diese Schulungen gibt.


    Die beiden Teile können nach Angabe der LZK in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Beide Teilnahmebescheinigungen (sowohl vom Theorie- als auch vom Praxisteil) reichen Sie bei der LZK ein, die Ihnen das Zertifikat, das zur Impfung berechtigt, ausstellt.


    Weiterführende Informationen zur Schulung erhalten Sie bei der Landeszahnärztekammer oder auf der Internetseite der BZÄK.

    Geeignete Räumlichkeiten
    In der Zahnarztpraxis muss eine geeignete Räumlichkeit für die Impfungen zur Verfügung stehen oder der Zahnarzt ist in andere geeignete Strukturen, wie zum Beispiel ein mobiles Impfteam, eingebunden.

    Honorierung und Abrechnung
    Details zur Honorierung sind noch nicht festgelegt. Die Abrechnung soll analog der Antigen-Schnelltests über die Kassenärztliche Vereinigung laufen. Voraussetzung für das Impfen in ärztlichen Praxen ist die Teilnahme an der "Impf-Surveillance" und die tägliche Information des RKI über die Anzahl der Impfungen, die Impfstoffe und die Altersgruppen. Auch hierzu fehlen bislang Regelungen für zahnärztliche Praxen. Es ist derzeit davon auszugehen, dass diese in der Corona-Impfverordnung getroffen werden.

    Haftpflichtversicherung
    Alle Zahnärztinnen und Zahnärzte sind mit einer Berufshaftpflichtversicherung gegen Haftpflichtansprüche aus ihrer beruflichen, also zahnärztlichen Tätigkeit versichert. Impfen ist jedoch eine ärztliche und keine zahnärztliche Leistung. Eine Reihe von Versicherungsunternehmen hat der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf Nachfrage bestätigt, dass eine gesetzliche Öffnung der Impfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 die Impfung zur beruflichen Tätigkeit der Zahnärzteschaft mache. Der BZÄK ist jedoch nicht bekannt, ob alle Versicherungsunternehmen diese Auslegung stützen. Um Lücken im Versicherungsschutz vorzubeugen empfiehlt die BZÄK, sich vor Aufnahme der Impftätigkeit von der Versicherung schriftlich bestätigen zu lassen, dass Impftätigkeit vom Versicherungsschutz erfasst ist.

    Online-Abrechnung

    Bitte klicken Sie hier, um zur Online-Einreichung zu gelangen. Eine Anmeldung im Bereich "KZV Intern" ist nicht erforderlich.

    Melden Sie sich zum ersten Mal an?
    Wenn Sie sich bisher noch nicht auf unserer Webseite angemeldet haben, klicken Sie bitte hier, um mit dem Ihnen zugesendeten AuthCode ein Benutzerprofil zu erstellen.