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    Corona-Schutzimpfung: Prioritätengruppen bezüglich Impfreihenfolge

    Rückwirkend zum 15.12.2020 ist die im Bundesanzeiger am 21.12.2020 veröffentlichte Corona-Impfverordnung vom 18.12.2020 (im Folgenden: ImpfV) in Kraft getreten. Diese regelt den Anspruch der Bevölkerung auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 und sieht hierbei angesichts der zunächst nur begrenzten Impfstoffkapazitäten eine Priorisierung bezüglich der Impfreihenfolge vor.

    Diese Priorisierung basiert im Wesentlichen auf der inzwischen ebenfalls beschlossenen und veröffentlichten Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) zur COVID-19-Impfung mit Datum vom 14.01.2021 (online vorab veröffentlicht), wobei die ImpfV allerdings gewisse Abweichungen vornimmt und beispielsweise die fünf in der STIKO-Empfehlung gebildeten Prioritätengruppen zu drei Gruppen zusammenfasst, innerhalb derer sie zudem seitens der ausführenden Ländern Unterpriorisierungen in Ausrichtung an u.a. der epidemiologischen Situation vor Ort und den jeweiligen infektiologischen Erkenntnissen zulässt (§ 1 Abs. 2 Satz 2 ImpfV).

    Bezüglich der Einstufung von Zahnärzten in die von der ImpfV vorgesehene Impfreihenfolge ist dabei von Folgendem auszugehen:

    Die erste Prioritätengruppe ("Schutzimpfungen mit höchster Priorität") umfasst gemäß § 2 ImpfV vor allem besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen (Personen über 80 Jahre sowie Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht sind) sowie zu deren Schutz Personen, die in solchen Einrichtungen tätig sind (§ 2 Nr. 2 ImpfV). Darüber hinaus umfasst die erste Prioritätengruppe gemäß § 2 Nr. 4 ImpfV Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem "sehr hohen Expositionsrisiko" in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind. Hierzu zählen neben insbesondere Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten auch Bereiche, in denen "für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten" durchgeführt werden. Letztere präzisiert die STIKO-Empfehlung dahingehend, dass es sich um aerosolgenerierende Tätigkeiten "an COVID-19-Patienten" handeln muss wie zum Beispiel Intubation, Extubation, Bronchoskopie, Laryngoskopie (siehe Tabelle 12 der STIKO-Empfehlung).

    Die zweite Prioritätengruppe ("Schutzimpfungen mit hoher Priorität") umfasst gemäß § 3 Nr. 5 ImpfV u.a. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigen unmittelbarem Patientenkontakt. Entsprechend der Impfverordnung und auf Grundlage der STIKO-Empfehlung sind Zahnärzte und ihre Mitarbeiter grundsätzlich in die Gruppe mit hohem Expositionsrisiko (Stufe 2) eingeordnet worden. Inwieweit innerhalb dieser zweiten Prioritätengruppe eine gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 ImpfV mögliche Unterpriorisierung (s.o.) bzgl. Zahnärzten und ihren Mitarbeitern angezeigt ist, muss spezifisch noch auf Landesebene beurteilt und entschieden werden.

    Nicht geklärt ist derzeit, wie Zahnärzte und Mitarbeiter, die in der zahnärztlichen Versorgung von Patienten in Alten- oder Pflegeeinrichtungen tätig sind, eingestuft werden. Sobald uns weitere Informationen vorliegen, werden wir Sie zeitnah in Kenntnis setzen.

    Wie sieht das Impf-Prozedere derzeit aus?
    Von den derzeit verfügbaren Impfstoffen werden zwei Dosen im Abstand von etwa drei bis vier Wochen verabreicht. Personen, die nach der Impfverordnung zur Impfung berechtigt sind, können sich online unter www.impftermin.rlp.de oder telefonisch unter 0800 / 5758100 (erreichbar montags bis freitags von 7 bis 23 Uhr, an Wochenenden von 10 bis 18) für die Corona-Schutzimpfung registrieren. Nach der Anmeldung werden innerhalb weniger Tage beide Impftermine sowie und weitere Informationen zur Impfung mitgeteilt.

    Die Impfungen in Rheinland-Pfalz finden derzeit in 31 Impfzentren statt. Eine Übersicht der Zentren findet sich auf www.corona.rlp.de. Bei der Wahl eines Impfzentrums gilt grundsätzlich das Wohnortprinzip. Es ist nicht möglich, sich in einem Impfzentrum in einem anderen Kreis/Stadt oder auch in einem anderen Bundesland impfen zu lassen. Eine Impfung ohne Termin ist im Impfzentrum nicht möglich.

    Wo gibt es weitere Informationen?
    Informationen zu der nationalen Impfstrategie, den Impfstofftypen und der Impfstoffzulassung finden sich auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums www.corona-schutzimpfung.de. Fragen und Antworten rund um die Corona-Schutzimpfung in Rheinland-Pfalz gibt es unter www.corona.rlp.de. Die Info-Hotline des Landes ist erreichbar unter 0800 / 5758100.

     

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